► Hier geht es zu den Grundinformationen zum Zeitstrahl.
Spätbronzezeit: ca. 1550–1150 v. Chr.
Biblische Darstellung:
-Auszug aus Ägypten, Wüstenzeit und Landnahme (Ex-Jos)
-Zeit der Richter (Ri)
Kanaan: Matrix der frühesten Geschichte Israels
Kanaan ist keine politische Einheit, sondern ein gemeinsamer Wirtschafts- und Kulturraum, der verschiedene städtische Zentren beinhaltete. Diese Stadtstaatenkultur bildet die Matrix für die früheste Geschichte Israels.
Mitte 14. Jh. v. Chr.

Amarna-Archiv: Diplomatische Beziehungen mit Ägypten
Das Amarna-Archiv enthält Tontafeln in akkadischer Keilschrift. Das Archiv ist nach dem Fundort der Tontafeln Tell el-Amarna benannt und kann in die Zeit des Pharao Echnaton (1353–1336 v. Chr.) datiert werden. Ein Teil der Tontafeln umfasst Briefe, welche die Korrespondenz des ägyptischen Hofes mit den lokalen Herrschern der von Ägypten beherrschten Gebiete umfassen. Einige dieser Briefe sind aufschlussreich für die Organisation der ägyptischen Provinz Kanaan sowie für die beginnende Ablösung der kananäischen Stadtstaaten von der ägyptischen Herrschaft.
[mehr]
1208 v. Chr.

Merenptah-Stele: Ältestes sicheres Zeugnis des Namen Israels
Die Merenptah-Stele (CGNr. 34025, Ägyptisches Museum Kairo) liefert das älteste, sichere außerbiblische Zeugnis für den Namen „Israel“. Die Siegesinschrift des ägyptischen Pharao Merenptah berichtet im Zuge des Feldzuges nach Libyen (1208 v. Chr.) von der Einnahme Israels („Israel ist verwüstet und hat kein Saatgut“, Z. 27). Das verwendete Determinativ lässt auf eine Menschengruppe/Sippe mit dem Eigennamen „Israel“ schließen.
[mehr]
Eisenzeit I:
ca. 1150–925 v. Chr. (LC)
ca. 1200–980 v. Chr. (MCC)
ca. 1250–1000 v. Chr. (CC)
(Zur Chronologiedebatte vgl. Grundinformationen zum Zeitstrahl, 5.)
Biblische Darstellung:
-Entstehung des Königtums in Israel: Saul → David → Salomo (1/2Sam; 1Kön)
Untergang der kanaanäischen Stadtstaaten und Entstehung einer Dorfkultur
Am Übergang der Spätbronzezeit zur Eisenzeit I kommt es zur Kulmination eines Prozesses der Deurbanisierung. Archäologisch erkennbar ist der Einschnitt zur Eisen I-Zeit dabei an der Entstehung einer neuen, dörflichen Siedlungsform, die mit einer räumlichen Schwerpunktverlagerung ins palästinische Bergland verbunden ist.
[mehr]
Eisenzeit IIA:
ca. 925–835/30 v. Chr. (LC)
ca. 980–840/30 v. Chr. (MCC)
ca. 1000–900 v. Chr. (CC)
(Zur Chronologiedebatte vgl. Grundinformationen zum Zeitstrahl, 5.)
Biblische Darstellung:
-Entstehung des Königtums in Israel: Saul → David → Salomo (1/2Sam; 1Kön)
-Reichsteilung in Nordreich (Israel) und Südreich (Juda) (1Kön 12,1-19)
-Zeit der getrennten Königreiche Israel und Juda (1Kön 12-14)
Zweite Hälfte des 10. Jh. v. Chr.

Palästinafeldzug des Pharao Schischak/ Scheschonq I.
Der Palästinafeldzug des ägyptischen Pharao Schischak/Scheschonq I. (946/45–924 v. Chr.) ist durch eine Liste am Bubastidenportal des Amun-Tempels in Karnak belegt, welche die bei diesem Feldzug eingenommene Orte nennt. Die ägyptische Kompositliste, die auch Orte aus anderen Listen übernimmt, ist zwar nicht eindeutig aussagekräftig, dennoch fällt auf, dass Jerusalem in der Liste der eingenommenen Orte nicht genannt wird. Für den Palästinafeldzug sind v. a. Orte in Israel, an der Küstenstraße nach Megiddo und in der Gegend südlich von Juda und im Negev belegt, weniger dagegen in Juda selbst. Es scheint also wenig Interesse für Jerusalem sowie das judäische Bergland gegeben zu haben. Vermutlich waren diese für den Feldzug politisch und ökonomisch bedeutungslos.
[mehr]
9. Jh. v. Chr.

Inschrift aus Dan: Außerbiblischer Beleg für „David“
Bei der Inschrift aus Dan handelt es sich um einen Orthostaten, einen aufrechtstehenden Steinblock, mit einer aramäischen Inschrift aus dem 9. Jh. v. Chr., der in Tel Dan gefunden wurde. Darin rühmt sich ein König von Aram, die Könige Joram aus Israel und Ahasja aus Juda getötet zu haben. Welcher König von Aram hier gemeint ist, wird nicht erwähnt. Dass es sich dabei um König Hasaël (ca. 845–800 v. Chr.) handelt, erscheint aber plausibel. Der judäische König Ahasja wird auf dem Orthostat als König aus dem „Haus Davids“ beschrieben.
[mehr]
Eisenzeit IIB:
ca. 830–700 v. Chr. (LC)
ca. 830–732/01 v. Chr. (MCC)
ca. 900–700 v. Chr. (CC)
(Zur Chronologiedebatte vgl. Grundinformationen zum Zeitstrahl, 5.)
Biblische Darstellung:
- Zeit der getrennten Königreiche Israel und Juda (1Kön 15-2Kön 17)
- Prophet Micha (Mich)
- Prophet Amos (Am)
- Prophet Hosea (Hos)
- Prophet Jesaja (Jes)
- Ende des Nordreichs Israel 722 (2Kön 17)
853 v. Chr.

Monolith-Inschrift Salmanassars III.: Schlacht bei Qarqar
Eine Monolith-Inschrift des assyrischen Königs Salmanassars III. (859–824 v. Chr.) aus dem Jahr 853 v. Chr. berichtet von einer militärischen Auseinandersetzung bei Qarqar mit einer antiassyrischen Koalition unter der Führung von Damaskus und Hamat (HTAT 106). An der Auseinandersetzung im Rahmen der assyrischen Westexpansion waren nach der Darstellung der Inschrift seitens des Gegenbündnisses zwölf Könige beteiligt, wobei Ahab von Israel an dritter Stelle genannt wird. Ahab soll dabei mit 10.000 Soldaten und 2.000 Streitwagen der assyrischen Armee gegenübergetreten sein. Auch wenn die Zahlen wohl übertrieben sind, so zeigt sich dennoch die militärische Kraft, die Israel auszeichnete. Die Monolith-Inschrift ist mit der Nennung Ahabs der älteste außerbiblische Beleg für einen König von Israel (die Mescha-Stele ist wohl etwas jünger).
[mehr]
Zweite Hälfte des 9. Jh. v. Chr.

Mescha-Stele: Erster außerbiblischer Beleg für den israelischen König Omri
Die moabitische Inschrift der Mescha-Stele stammt aus Dibon aus der zweiten Hälfte des 9. Jh. v. Chr. und liefert den ersten außerbiblischen namentlichen Beleg eines israelischen Königs. Dabei wird Omri als König Israels benannt, insofern sich der moabitische König Mescha rühmt, sich von ihm und dessen Sohn (vermutlich Ahas) losgesagt zu haben. Neben dem außerbiblischen Beleg für Omri und dessen Nachfolger kann die Stele daher auch ein Zeugnis für die weite Ausdehnung des Staates Israels bis in den (Süd-)Osten geben, wobei zugleich aber auch ein Machtverlust durch das Lossagen Moabs deutlich wird.
[mehr]
9. Jh. v. Chr.

Schwarzer Obelisk Salmanassars III.: Tributzahlungen an Assyrien
Auf dem schwarzen Obelisken Salmanassars III. sind die ersten 31 Jahre desselben assyrischen Königs abgebildet. Für das 18. Jahr der Regierung, das in das Jahr 841 v. Chr. datiert werden kann, sind Tributzahlungen an Assyrien abgebildet. Die dazugehörige Aufschrift (HTAT 113) nennt kostbare Abgaben und benennt den Tributär als „Jehu vom Haus Omri (Bīt Ḫumrī)“.
[mehr]
734-732 v. Chr.
Syrisch-ephraimitischer Krieg
In der zweiten Hälfte des 8. Jh. v. Chr. leistet die Mehrzahl der Staaten in der südlichen Levante Tributzahlungen an das neuassyrische Reich unter der Führung von Tiglat-Pileser III. (745–727 v. Chr.).Vor diesem Hintergrund ist die biblische Darstellung des sog. syrisch-ephraimitischen Krieges zu lesen (vgl. 2Kön 16,5.7–9). Die Bezeichnung dieses Krieges ist irreführend, denn „syrisch-ephraimitisch“ bezeichnet nicht die beiden sich gegenüberstehenden Parteien, sondern vielmehr die Bündnispartner Aram (syrisches Gebiet) und Israel (ephraimitisches Gebiet). In ihr antiassyrisches Bündnis wollen die Könige Pekach von Israel und Rezin von Aram auch Juda hineindrängen. [mehr]
722/720 v. Chr.
Untergang Israels
Unter der Regierung von Salmanassar V. (727–722 v. Chr.) versucht sich Hoschea von Israel (731–722 v. Chr.) aus der Abhängigkeit von Assyrien zu lösen. Er stellt die Tributzahlungen ein, die Israel als Vasall an Assyrien leisten muss, und versucht nach biblischer Darstellung mit Ägypten in eine antiassyrische Koalition einzutreten (vgl. 2Kön 17,4). Der Abbruch der Tributzahlungen führt zur Belagerung Samarias durch Salmanassar V. Schließlich wird Samaria 722 durch Salmanassar V. oder 720 v. Chr. durch Sargon II. (722–705 v. Chr.) endgültig erobert.
[mehr]
8./7. Jh. v. Chr.

Siloah-Inschrift
Die Stadt Jerusalem war zur Wasserversorgung auf die Gihon-Quelle im östlichen Kidrontal angewiesen. Da die Quelle außerhalb der Stadtmauern lag, bestand zur Wasserversorgung ein Tunnelsystem. Ab dem 9. Jh. v. Chr. fanden daran umfassende Bauarbeiten statt, im Zuge derer auch ein 533 m langer Tunnel von der Gihon-Quelle bis zu einem Becken am südlichen Ende gebaut wurde.
[mehr]
Eisenzeit IIC: ca. 700–587 v. Chr
Biblische Darstellung:
- Zeit des Königreiches Juda (2Kön 18-25)
- Prophet Nahum (Nah)
- Joschijanische Reform (2Kön 23,1-27)
- Prophet Zefanja (Zef)
- Prophet Habakuk (Hab)
- Prophet Jeremia (Jer)
- 597 v. Chr. erste Eroberung Jerusalems und Beginn des Babylonischen Exils (2Kön 24,14-16)
- 587 v. Chr. zweite Eroberung Jerusalems (2Kön 25,8-20)
701 v. Chr.
Sanheribs Feldzug
Ende des 8. Jh. v. Chr. war das Königreich Juda unter Hiskija (725–697 v. Chr.) ein treuer Vasall Assyriens. Das änderte sich jedoch, als sich eine anti-assyrische Koalition mit Ägypten, Moab, Edom und Juda wohl unter der Führung Hiskijas bildet. Im Jahr 706 v. Chr. stellen die Koalitionäre die Tributzahlungen ein. Und auch beim Thronwechsel von Sargon II. zu Sanherib (705–681 v. Chr.) kommt es zu Unruhen. 701 v. Chr. startet Sanherib daher eine Strafexpedition, im Zuge derer die anti-assyrische Koalition schnell auseinanderbricht. Während des Feldzuges werden entlang der Küste viele phönizische und philistäische Städte unterworfen sowie viele judäische Dörfer und Städte erobert, wie bspw. Lachisch. Auch Jerusalem wird wohl belagert, aber bleibt letztlich verschont.
[mehr]
8./7. Jh. v. Chr.
Veränderungen in der Kultausübung und Joschijanische Reform
Das Alte Testament berichtet in 2Kön 22–23 und 2Chr 34–35 von einer Kultzentralisation und einer Kultreinigung unter König Joschija (639–609 v. Chr.). 622 v. Chr. soll dieser die umfassenden Reformen veranlasst haben. Die Frage der Historizität der biblischen Schilderung hängt stark von der Einschätzung der Quellen und des archäologischen Befundes ab, wobei aber kein genaues Bild zu erheben ist.
[mehr]
598/97 v. Chr.
Feldzug Nebukadnezzars II. gegen Jerusalem
Ausgangspunkt für den Feldzug Nebukadnezzars II. (605–562 v. Chr.) war die Einstellung der Tributzahlungen durch Jojakim von Juda (608–598 v. Chr.). 2Kön 24,1 datiert diesen Abfall von Babylon in das Jahr 602 v. Chr. Wahrscheinlicher erscheint jedoch, dass Jojakim auf die Schwächung Babylons in Folge einer Schlacht im ägyptischen Grenzgebiet 601 v. Chr. (vgl. Babylonische Chronik zum vierten Jahr Nebukadnezzars; TUAT I,4 403; HTAT 416; Herodot, Historien II, 159) reagierte. In Folge dieser Schlacht musste Nebukadnezzar seine Truppen wohl neu organisieren, sodass es im darauffolgenden Jahr zu keinem Feldzug kam. Für Jojakim könnte dies der Auslöser für seinen Aufstand gewesen sein, zumal er seine Hoffnung wohl auf Ägypten gesetzt hatte. Erst 598 v. Chr. reagiert Nebukadnezar II. auf den Aufstand Judas mit der Belagerung Jerusalems.
[mehr]
587/86 v. Chr.
Untergang Jerusalems und Judas
Der Untergang Jerusalems 587/86 v. Chr. hängt mit machtpolitischen Verschiebungen zusammen. Zidkija (598/97–587/86 v. Chr.) war zunächst ein treuer Vasall Babylons. Nachdem Babylon jedoch innenpolitisch durch eine Rebellion 594/93 v. Chr. geschwächt war und Ägypten unter Psammetich II. (595–589 v. Chr.) und Apries (589–570 v. Chr.) an Macht zunahm, kündigte Zidkija die Vasallität auf. Der genaue Grund lässt sich nicht nachvollziehen, möglicherweise hatte er auf den Beistand durch Ägypten gehofft. Dazu berichtet Jer 27 von früheren Überlegungen zu einem Aufstand. 588/87 v. Chr. kommt es schließlich zu einem zweiten Feldzug der Babylonier gegen Jerusalem, der „als Sicherungsmaßnahme gegenüber ägyptischen Ansprüchen“ (Frevel, 314) verstanden werden kann.
[mehr]
Zum Begriff „babylonisches Exil“
Die Zeit zwischen 587 v. Chr. und 539 v. Chr. wird in atl Texten babylonisches Exil genannt. Ausgangspunkt bildet die Deportation der Bevölkerung durch die Babylonier, wobei die atl Texte in ihrer theologischen Perspektive von der Verbannung, einem leeren Land Juda und der Rückkehr nach dem Exil berichten. Dabei wird das Exil theologisch als Strafe für die Abkehr von YHWH gedeutet und die Gola (hebr. גלה glh „ausziehen / fortgehen“), die Rückkehrer aus dem Exil, als eigentliches Israel dargestellt. Das Exil hat von daher eine „enorme Bedeutung […] für die Konstruktion der kollektiven Identität des nachexilischen Israels“ (Frevel, 313). Die Exilszeit wird damit zu einer Zäsur in der Geschichte Israels. Mit der Verwendung des Begriffs sind jedoch einige Probleme verbunden.
[mehr]
Babylonisch-Persische Zeit / Perserzeit I: ca. 587–450 v. Chr.
Biblische Darstellung:
- Babylonisches Exil (2Kön 25; Jer 52; 2Chr 36)
- Buch Daniel (Dan)
- Prophet Haggai (Hag)
- Prophet Sacharja (Sach)
- Ende des babylonischen Exils, Kyros-Edikt (539 v. Chr.) (Esra 1)
- Reformen unter Esra und Nehemia (Esra/Neh)
- Bau des zweiten Tempels in Jerusalem (Esra 3-6)
- Neubau der Jerusalemer Stadtmauer (Neh 2-7)
- Prophet Maleachi (Mal)
6. Jh. v. Chr.

Leben in der babylonischen Gola und Diaspora
Die Bibel vermittelt bezüglich des Lebens der Deportierten das Bild einer babylonischen Gefangenschaft (vgl. Ps 137,3; Bar 4,32; Ez 34,27). Zwar scheint die Deportation mit wirtschaftlichen Interessen der Neubabylonier verbunden gewesen zu sein und die Arbeitskraft der Judäer für Bau- und Infrastrukturprojekte, wie bspw. Kanalbau und -reinigung (vgl. Ps 137,1) für die Bewirtschaftung von Ländereien, eingesetzt worden zu sein. Dennoch ist dabei nicht an Sklaven im Sinne von Gefangenen zu denken. Das verdeutlichen Verträge und Geschäftstexte, die das Leben der exilierten Judäer illustrieren.
[mehr]
539 v. Chr.
Untergang des neubabylonischen Reiches
Das neubabylonische Reich befindet sich in der zweiten Hälfte des 6. Jh.s v. Chr. in einer Krise. König Nabonid (556–539 v. Chr.) versuchte sein Reich zu einen, indem er dem Mondgott Sin mehr Gewicht geben wollte. Dieses Vorgehen führte jedoch zu Widerständen im babylonischen Reich. Traditionalisten sowie politisch einflussreiche Mardukpriester wollten dieser Veränderung jedoch nicht folgen, sodass es zu Aufständen im babylonischen Reich kam. Ab der Mitte des 6. Jh.s v. Chr. verschieben sich zugleich die Machtverhältnisse im Vorderen Orient. Der Perserkönig Kyros II. (559–530 v. Chr.) dehnt die Grenzen seines Reiches immer weiter aus, indem u. a. er 550 v. Chr. über die Meder siegt. 539 v. Chr. schließlich greift er Nabonid und das neubabylonische Reich an und siegt kampflos, da sich die politisch einflussreichen Marduk-Priester mit ihm verbündet hatten. Der Sieg wird propagandistisch auf dem Kyros-Zylinder (Z. 15–23; TUAT 408–409; HTAT Nr. 273; Jes 44,28; 45,1.4) beschrieben. Aufgrund der innerbabylonischen Spannungen wird Kyros II. nach seinem Sieg als Befreier gefeiert.
[mehr]
Die persische Religionspolitik
Biblisch verbindet sich mit dem Sieg Kyros‘ II. das Ende des Babylonischen Exils. Die atl Texte beschreiben die Zeit unter persischer Herrschaft als Aufblühen des religiösen Lebens durch eine tolerante und unterstützende Religionspolitik. Zwei Gegebenheiten rücken dabei besonders in den Fokus: Das Kyrosedikt sowie der Neubau und die Einweihung des Jerusalemer Tempels.
[mehr]
Perserzeit II: ca. 450–333 v. Chr.
Biblische Darstellung:
–
407 v. Chr.

Diaspora in Ägypten: Bitte um Erlaubnis zum Tempelbau in Elephantine
Die Anfänge der ägyptischen Diaspora liegen wohl bereits Ende des 8. Jh. v. Chr., als mit dem Untergang des Königreiches Israel 722/20 v. Chr. Israeliten nach Ägypten kamen. Auch im 7./6. Jh. v. Chr., in der 26. Dynastie (672–526/25 v. Chr.), kamen Judäer nicht nur als Sklaven, sondern vor allem als Händler und Söldner nach Ägypten. Die Söldner wurden dabei in Militärkolonien zur Sicherung der Grenzen angesiedelt. Elephantine ist dabei die größte und am besten bezeugte Kolonie. Aus dem Jahr 407 v. Chr. geben aramäische Papyri (vgl. HTAT Nr. 284–294) Aufschluss über die Bitte um Erlaubnis zum Wiederaufbau des YHW-Tempels von Elephantine, der 410/409 v. Chr. zerstört wurde. Der Tempel ist auch archäologisch bezeugt.
[mehr]
Frühhellenistische Zeit: ca. 333–167 v. Chr.
Biblische Darstellung:
-1Makk
Späthellenistische Zeit: ca. 167–37 v. Chr.
Römische Zeit: ca. 37 v. Chr.–324 n. Chr.
Erstellt von Katharina Neu, 2025.